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Mit der Onebox von Google My Business erhält man auf einen Blick alle wichtigen Informationen eines Unternehmens.

Local SEO: Google My Business hilft lokal sichtbar zu werden

Vielleicht kennen einige das Tool „Google My Business“ noch unter dem Namen „Google Places“. Bis 2014 hatte das Google-Tool diese Bezeichnung, zudem ist es seit 2015 mit dem Online-Kartendienst „Google Maps“ verbunden. Google My Business (GMB) ist ein kostenloses Branchenverzeichnis, das, wie der Name verrät, ebenfalls von Google betrieben wird. Ziel des Branchenverzeichnisses ist es, regionalen Unternehmen zu mehr öffentlicher Präsenz und einem besseren Ranking in den Suchergebnissen zu verhelfen. Insbesondere durch die organische Suche sollen lokale Unternehmen damit leichter auffindbar sein. Um diese lokale Suchmaschinenoptimierung (Local SEO) erfolgreich anwenden zu können, gilt es einige Aspekte zu beachten:

Wer sollte das Branchenverzeichnis nutzen?

Google spricht mit seinem Dienst jedes regionale Unternehmen an, das online besser auf sich aufmerksam machen möchte und stationär arbeitet. Dabei spielt es keine Rolle, ob es eine Bäckerei, Schneiderei oder eine Anwaltskanzlei ist. Besonders, da Nutzer immer häufiger Keyword-Kombinationen nutzen, die einen regionalen Bezug haben. Beispiele dafür sind „Bäcker Bremen“ oder „Anwalt Bremen-Nord“. Außerdem versucht Google anhand des Standorts der Suchenden und mittels IP-Adresse, eine zusätzliche Filterung geeigneter Suchergebnisse vorzunehmen.

Welches Potential hat Google My Business?

Um Local SEO mit Hilfe von Google My Business effektiv nutzen zu können, ist es wichtig den neu angelegten Account vollständig auszufüllen und zu bestätigen. Das Tool bietet eine Vielzahl an Möglichkeiten, damit potentielle Kunden auf einen Blick Informationen über das Unternehmen bekommen. Zu den Standardinformationen gehören die klassischen NAP-Kontaktdaten, also den Namen, Adresse und Telefonnummer und ggf. die Öffnungszeiten. Durch die Verbindung zu Google Maps kann zudem mit einem Klick auf den Button „Route“ des  Suchergebnisses ganz einfach eine Anfahrtsbeschreibung zum Unternehmen abgerufen werden.

Zudem bietet der Dienst die Möglichkeit über Neuigkeiten zu informieren, Produkte bei Google zu platzieren oder Termine zu verkünden. Dies lässt sich direkt im GMB-Eintrag einsehen und kann unter den Reitern leicht aktualisiert werden. 

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Mithilfe der Reiter ist die Navigation im Local-SEO Tool sehr überschaubar.

Aber auch andere Zusatzinformationen, die die Öffentlichkeit interessieren könnten, lassen sich leicht integrieren. Dazu gehören Bilder, die beispielsweise das Unternehmen, das Firmenlogo oder die Mitarbeiter darstellen. Oder aber auch Rezensionen: Diese können schnell eingesehen und bei Bedarf kann darauf reagiert werden.

Ein nicht unwichtiger Aspekt, der zum Teil von Google vorgegeben wird, sind sogenannte Attribute. Attribute stellen die Besonderheiten eines Unternehmens dar. Sie sind sehr branchenspezifisch und die Auswahl variiert stark je nach Branche. Sie könnten zum Beispiel „Von Frauen geführt“ oder „Nah am Stadtzentrum“ lauten. Attribute sollen auf ein Alleinstellungsmerkmal aufmerksam machen, das Sie von konkurrierenden Unternehmen abheben soll.

Die  Attribute selbst, können nur bedingt angepasst werden. Google behält sich vor, aus den Daten, die es erhoben hat, selbst eine Auswahl der Attribute anzubieten. Man selbst hat dabei nur die Möglichkeit, diese im Eintrag anzeigen zu lassen oder eben nicht. Sollte keines der angebotenen Attribute zutreffen, sollte man komplett darauf verzichten.

Attribut-Beispiel-local-seo

Google bietet eine Auswahl aus über 243 Attribut-Kategorien.

Neben der Darstellung reiner Daten und Bilder bietet Google die Chance, mit einem Beschreibungstext eine persönliche Note einbringen. In maximal 750 Zeichen hat man Platz, sich in eigenen Worten vorzustellen, mitteilen was das eigene Unternehmen ausmacht und worin es sich zu Anderen unterscheidet. Das Resultat des gesamten My Business-Eintrags ist letzten Endes ein umfangreicher erster Eindruck vom Unternehmen. Der soll den Nutzer dazu bewegen auf die Website zu klicken, sich mit dem Unternehmen in Verbindung zu setzen oder sich eben dagegen zu entscheiden.

Für das Unternehmen selbst, gibt es im GMB-Profil derweil eine Vielzahl an kostenlosen Statistiken, die einen kleinen Einblick über das Suchverhalten der Nutzer geben.

Welche Daten verwendet Google für einen Eintrag?

Neben der Ausgabe von Suchergebnissen, macht Google vor allem eins: Daten sammeln. Auch wenn man vielleicht den GMB-Eintrag selbst nicht komplett ausgefüllt hat, nimmt sich Google einige Freiheiten heraus. Der Suchmaschinen-Gigant behält sich immer das Recht vor, gesammelte Daten sowie Angaben selbst zu selektieren und gegebenenfalls anzupassen. Dazu sammelt es die Informationen aus Branchenverzeichnissen und anderen Websites – früher auch über Google Plus. De Facto ist es so, dass auch bei allen getätigten Suchmaschinenoptimierungen allein Google entscheidet, was in den Suchergebnissen angezeigt wird und was nicht. Eine gewünschte positive Platzierung bleibt also erstrebenswert, ist allerdings nicht garantiert – dasselbe gilt für den Local SEO-Aspekt. Ein wichtiger Punkt, den es zu jeder Zeit einzuhalten gilt, ist die Einhaltung der Google Richtlinien.

Was gilt es für Local SEO noch zu beachten?

Google My Business ist ein wichtiger Ranking-Faktor für die Generierung organischer Suchergebnisse. Generell gilt: Je ausgefüllter der GMB-Eintrag ist, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit positiver Suchergebnisse im Umfeld des Unternehmens. 

Jedoch sollte auch für Local SEO beachtet werden, dass alle Kontaktdaten, die auf Social Media Plattformen, Websites und anderen Branchenverzeichnissen gelistet sind, übereinstimmen. Sollte es Unterschiede geben, können diese zu Ranking-Verlusten führen, die der Sichtbarkeit schaden. Für Unternehmen, die mehrere Standorte haben, genügt eine zentrale Landingpage, da Öffnungszeiten oder Ähnliches bekanntlich untereinander variieren können. 

Außerdem gewinnen neben einem optimierten GMB-Eintrag auch weitere Aspekte immer mehr an Relevanz für das Ranking: Bewertungen, Reviews und die Erwähnung auf anderen Plattformen. Es reicht also nicht nur, das Unternehmensprofil in My Business zu pflegen. Viel mehr macht der gesunde Mix aus bewährten SEO-Methoden, des Social Media-Auftritts und des zusätzlichen Local SEO-Eintrags ein gutes Ranking aus.